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Internationale Umwelt- und Klimaschutzkonferenz im Vatikan

10.07.2018 - Artikel

Am 5. und 6. Juli 2018 fand eine internationale Klima- und Nachhaltigkeitskonferenz im Rahmen des dritten Jahrestages von Laudato si im Vatikan statt.  Laudato si ist eine Enzyklika von Papst Franziskus, die am 18. Juni 2015 in acht Sprachen veröffentlicht worden war und sich mit den Themenbereichen des Umwelt- und Klimaschutzes beschäftigt und alle Menschen wie auch die Kirche zu einer Wende aufruft. Die Konferenz wurde vom Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen veranstaltet und hatte Vertreter verschiedener Organisationen, Jugendliche, Repräsentanten von indigenen Völkern, Geistliche wie auch Wissenschaftler aus der ganzen Welt eingeladen, sich mit den dringenden Themen der Nachhaltigkeit und des Klimawandel auseinanderzusetzen.

In der Eröffnungszeremonie wurden Jugendliche von jedem Kontinent aufgefordert, von ihren Erfahrungen im Bereich des Umweltschutzes zu berichten. Macson Almeida, der Jugendrepräsentant aus Asien, traf den Wunsch der Jugendlichen dabei auf den Punkt: „Stop agonising! Start organising!“ ( „Hört auf Euch zu quälen [mit diesen langen Prozessen des Verhandelns]! Fangt an zu organisieren!“). Die Eröffnungszeremonie endete mit einem Gedicht einer Poetin Kathy Jetnil-Kijiner. Das Gedicht thematisierte die existenzielle Gefahr des Klimawandels für die Marshall-Inseln, die Heimat der Dichterin. Die Marshall-Inseln drohen aufgrund der Klimaerwärmung vom steigenden Meeresspiegel verschluckt zu werden..

Professor Hans Joachim Schellnhuber, Direktor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, veranschaulichte mit wissenschaftlichen Daten und Graphen den Klimawandel und dessen Folgen. In kleineren Gruppen wurden spezifische Themen wie Klimawandel, Green Economy, Kirche und Religion als Vorbilder des ökologischen Wandels und die Rolle der Indigenen Völker diskutiert.

Beim Blick in die Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung zeigte Professor Nicholas Stern von der London School of Economics, dass nur eine grüne und nachhaltige Wirtschaft in der Zukunft wachsen kann.

Mit dem Beispiel der Organisation „350.org“, die sich darauf fokussiert, fossile Brennstoffe weniger oder sogar gar nicht mehr zu benutzen, ging es in die zweite Gruppendiskussion, bei der immer wieder aufkam, dass der Vatikan mit gutem Beispiel vorausgehen sollte und z. B. sich von der Investitionen in fossilen Brennstoff distanzieren und stattdessen in saubere, grüne Energiequellen investieren sollte.

Insgesamt hat die Konferenz viele Akteure im Bereich des Klima- und Umweltschutzes zusammengebracht und einmal mehr die Dringlichkeit eines Umdenkens zum Schutz des Planeten deutlich gemacht.

Wenn sie noch mehr zu dieser Konferenz lesen, oder auch die Videos der Konferenz anschauen wollen, folgen Sie einfach diesem Link:

http://laudato-si-conference.com/

Wenn Sie die Ansprache von Papst Franziskus an die Teilnehmer und über die Themen der Konferenz lesen wollen, klicken Sie auf den folgenden Link:

http://w2.vatican.va/content/francesco/en/speeches/2018/july/documents/papa-francesco_20180706_terzoanniversario-laudatosi.html

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