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Kulturstaatsministerin Grütters und Prof. Nesselrath sprechen über kulturelle Identität Europas

25.05.2018 - Artikel


Berlin Rom Vatikan Prof. Grütters
Berlin Rom Vatikan Prof. Grütters© Deutsche Botschaft Hl. Stuhl

"Rom - Berlin - Vatikan: Kultur als verbindendes Element dreier Welten". Unter diesem Titel hat die Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl am Donnerstag, den 24. Mai 2018, zu einem Abendgespräch in die Residenz geladen. Als Redner waren die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters sowie Prof. Arnold Nesselrath anwesend. 

Berlin Rom Vatikan_Prof. Nesselrath
Berlin Rom Vatikan_Prof. Nesselrath© Deutsche Botschaft Hl. Stuhl
Berlin Rom Vatikan_Schavan Nesselrath Grütters
Berlin Rom Vatikan_Schavan Nesselrath Grütters© Deutsche Botschaft Hl. Stuhl

In ihren Begrüßungsworten hob Botschafterin Schavan die einzigartige Leistung von Prof. Nesselrath hervor, über Jahrzehnte zeitgleich Direktor der Abteilung für byzantinische, mittelalterliche und moderne Kunst der Vatikanischen Museen als auch Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin gewirkt zu haben. Nur wer mit Professor Nesselrath durch die Vatikanischen Museen gehe, könne die ganze Vielfalt und Tiefe der ausgestellten Exponate erleben. Zum Abschluss der 22 Jahre, in denen Prof. Nesselrath in den Vatikanischen Museen tätig war, sollte daher mit der Kulturstaatsministerin der Bundesrepublik Deutschland auf das Wirken von Prof. Nesselrath im Vatikan und in Rom zurückgeblickt werden.  

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, knüpfte daran an und verlieh Prof. Nesselrath mit Blich auf seine Tätigkeit den Titel "Botschafter des europäischen Kulturerbes". Als Kulturerbebotschafter habe Prof. Nesselrath stets dazu beigetragen, dass die antike Kunst als Teil der kulturellen Identität Europas wahrgenommen werde. Die gemeinsame, bewegte Geschichte Europas sei allgegenwärtig im baukulturellen Erbe, weshalb gerade in politischen Krisenzeiten die Beschäftigung mit dem gemeinsamen kulturellen Erbe Zusammenhalt stiften könne, betonte Kulturstaatsministerin Grütters. Denn Kunst könne immer dort gemeinsame Sprache sein, wo unterschiedliche Begriffe Schweigen oder Missverstehen provozierten. Insofern ist ein Kulturerbebotschafter immer auch ein Botschafter für das friedliche und gedeihliche Zusammenleben.

Prof. Nesselrath griff diesen Gedanken der Kunst als Vermittler auf und warnte davor, die Kunst dem reinen Profitprinzip zu überlassen. Ob historische Innenstädte oder beliebte Museen, durch den Ausverkauf der Kunst verliere diese ihre ursprüngliche Bedeutung in Form der Kommunikation und der Vermittlung zwischen den Menschen. Umso wichtiger sei es, den Austausch über Kunst zu fördern - sei es durch die Arbeit der Kulturstaatsminsiterin oder der Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland.


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